Die Arbeitszeitkommission der Landesregierung nimmt im November ihre Arbeit auf. Sie hat den Auftrag, die Arbeitszeit der Lehrkräfte unter die Lupe zu nehmen. Die Kommission soll der Landesregierung Vorschläge für eine Änderung der Arbeitszeitverordnung Schule unterbreiten, die der tatsächlichen Arbeitszeitbelastung der Lehrkräfte gerecht wird. Für sie muss die 40-Stundenwoche gelten, wie es das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg verlangt.

In der Kommission sollen neben ArbeitswissenschaftlerInnen auch VertreterInnen der Praxis mitarbeiten sowie die Spitzenorganisationen Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), die durch die GEW vertreten wird, und Niedersächsischer Beamtenbund (NBB).

Die GEW macht sich für Erleichterungen an allen Schulformen stark. Die Ergebnisse aus der Arbeitszeit- und der Belastungsstudie, die die GEW in Auftrag gegeben hat, sind dabei hilfreich: Vollzeitkräfte arbeiten am Limit, Teilzeitkräfte und ältere KollegInnen haben eine erhebliche Mehrarbeit; die Wochenend-, Ferien- und abendliche Arbeit führt zum permanenten Stress und fehlenden Erholmöglichkeiten.

Die GEW tritt auch für die Verbesserungen ein, die nicht in der Arbeitszeitverordnung geregelt sind. Wie Doppelbesetzung bei Inklusion, kleinere Klassen und demokratische Schulverfassung.
Und am Ende erwartet die GEW, dass die Landesregierung gute Vorschläge der Kommission tatsächlich umsetzt. Die GEW wird die Arbeit der Kommission und das Handeln der Landesregierung aufmerksam begleiten.