Dreizehn Wochen Ferien, dazu noch die Wochenenden und Feiertage sowie die Nachmittage mit freier Zeiteinteilung - der Alltag der Lehrer muss schön sein. So weit das Vorurteil. Die Studie zeigt ein ganz anderes Bild und unterstreicht damit die Dauerbelastung der Lehrkräfte:

  • 54 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer haben trotz Krankheit in der Schulwoche gearbeitet. Nicht nur zu Hause in Form von Korrekturen, sondern auch vor der Klasse. Krankheiten an Wochenenden, Feier- oder Ferientagen wurde dabei von der Studie nicht erfasst.
  • Zwei Drittel arbeiten an fast jedem Wochenende während der Schulwochen, an Gymnasien sind es drei Viertel.
  • Über ein Viertel der Lehrkräfte an Gesamtschulen und Gymnasien arbeiten regelmäßig nachts.
  • Ein Drittel der Gymnasiallehrer kennt keine Oster- oder Weihnachtsferien, ebenso geht es einem Fünftel der Gesamtschullehrkräfte. Es wird durchgearbeitet.
  • Ein knappel Fünftel (an Gymnasien), Sechstel (an Grundschulen), Siebtel (an Gesamtschulen) der Vollzeitlehrkräfte arbeiten während der Schulwochen dauerhaft über 48 Stunden pro Woche, was eigentlich das arbeitsrechtliche Maximum darstellt. Insgesamt sind knapp 60 Prozent der Vollzeitlehrkräfte regelmäßig mit solchen Stressphasen konfrontiert - ohne die Möglichkeit der zeitnahen Entlastung.

 

Diese unsichtbare Arbeit(szeit) der Lehrkräfte, die im Alltag der Regelfall und nicht die Ausnahme ist, ist durch die Niedersächsische Arbeitszeitstudie empirisch belegt.