Geht die GEW erneut vor Gericht?

Die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung im gymnasialen Bereich ist letztendlich nicht durch eine politische Entscheidung der Landesregierung, sondern durch das Niedersächische Oberverwaltungsgericht (OVG) gestoppt worden. Ein wichtiges Argument für die Entscheidung des OVG waren die Ergebnisse der GEW-Pilotstudie am Hannoverschen Tellkampf-Gymnasium. Hier wurde bereits die hohe Mehrarbeit, die nun die umfassende Studie bestätigt hat, aufgezeigt. Auf Grundlage der zentralen Ergebnisse wird die GEW daher sich genau anschauen, mit welchen Argumenten und mit welchen Verfahren der erneute Gang vor Gericht sinnvoll ist. Starke Gründe gibt es in jedem Fall. Aber es gilt: Sorgfalt geht vor Eile, es wurde noch kein Gerichtsverfahren gewonnen, nur weil man zwei Wochen früher Klage eingereicht hat.

Weitere Studien folgen

Im Rahmen der Niedersächsischen Arbeitszeitstudie hat die GEW auch den qualitativen Aspekt des Lehreralltags untersuchen lassen. Diese Belastungsstudie wird im Herbst 2016 veröffentlicht und auch auf dieser Seite vorgestellt werden. Es gibt noch weitere Pfeile im Köcher.

Auseinandersetzung mit der Landesregierung

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) hat angekündigt, im August 2016 eine Kommission einzusetzen, die sich mit der Arbeitszeit und der Arbeitsbelastung der Lehrkräfte auseinandersetzt. Die GEW wird die Studie(n) und die daraus resultierenden Forderungen in diese Kommission einbringen.

 

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