Teilzeitkräfte am Gymnasium

Die Arbeitszeitstudie hat auch die Pro-Kopf-Arbeitszeit getrennt nach Teilzeit- und Vollzeitkräften untersucht. Teilzeitkräfte haben eine wöchentliche Sollarbeitszeit von 31:21 Stunden. In der Realität liegt sie jedoch mit 35:28 Stunden deutlich darüber.

Teilzeitkräfte wenden deutlich mehr Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts auf als Vollzeitkräfte. Die Teilzeitkräfte zeigen, wie groß der Zeitaufwand ist, wenn hohe professionelle Qualitätsansprüche an die Arbeit mit den Schülerinnen und Schüler erfüllt werden. Die nicht-teilbaren Aufgaben (z.B. Klassenleitung, Teilnahme an Konferenzen, Mitarbeit in Gremien der Schule), die die Teilzeitkräfte wie die Vollzeitkräfte leisten, führen ebenfalls zu der überproportional hohen Arbeitszeit. Eine Änderung der Arbeitszeitverordnung Schule muss der tatsächlichen Arbeitsbelastung der Teilzeitkräfte gerecht werden.

Vollzeitkräfte arbeiten offensichtlich in den Schulzeitwochen am Limit: Die Werte reichen von 41 bis mehr als 46 Stunden. Im Gesamtjahr liegen sie 45 Minuten über der verlangten Arbeitszeit, weil die geringere Arbeitszeit in den Ferien den Schnitt senkt. Sie arbeiten am Limit, da die regelmäßige Arbeit in den kleinen Ferien keine ausreichende Erholung zulässt. Bei dieser Belastung können Vollzeitkräfte ihren Professionsanspruch für guten Unterricht nicht erfüllen. Vollzeitkräften müssen angemessene Vor- und Nachbereitungszeiten ermöglicht werden. Eine Senkung der Unterrichtsverpflichtung in der Arbeitszeitverordnung ist das richtige Mittel.

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